Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Zackiger Humor

Gesucht: Mauszeugen

Dieser Schnappschuss von der Briefmarkenmesse Essen 2014 wurde uns anonym auf dem Postwege zugespielt.

gesucht

 

Spuren deuten auf postalische Beförderung hin, doch zu dem mutmaßlichen Delikt sind noch etliche Fragen offen:

  • Wer kann Angaben zum eventuellen Tathergang machen – wurde die Maus im Stempel wirklich von der Pokalmaus am Ohr gepackt und per Pokal gemeuchelt?
  • Wo befindet sich der mögliche Tatort?
  • Wann genau wurde das Delikt begangen?
  • Wer kann Hinweise auf Täter bzw. Opfer geben? Wo sind die Flüchtigen untergetaucht?
  • Wohin wurde die Tatwaffe abgeschleppt?

Mausdienliche Hinweise – auf Wunsch auch vertraulich – bitte an das nächstgelegene Sammelalbum oder an PhilatelistInnen Ihres Vertrauens!

 

Die Philatelie

„Warum werden Briefmarken überwiegend von Männern gesammelt?“

„Weil die Philatelie weiblich ist!“

   

Die Überphilatelistin

ueberphilatelistin

Meinem Tauschpartner ist die Frau davongelaufen. Sie hatte sich von ihm getrennt, weil sie seine Philatelisterei nicht mehr ertragen konnte. „Mann“, hatte sie gesagt, „Mann, du hast nur deine Briefmarken im Kopf, sonst nichts. Du merkst nicht einmal, daß unser Nachbar ein Auge auf mich geworfen hat, ich habe es satt, ich geh’!“

Nun stand mein Tauschfreund da ohne Frau. Er klagte mir beim Vereinsabend sein Leid, und ich sagte: „Du bist ein leidenschaftlicher Philatelist, deswegen mußt du aber nicht allein bleiben. Es gibt genügend Frauen, die auch Briefmarken sammeln. Gib eine Kleinanzeige in der MICHEL-Rundschau auf, du wirst erstaunt sein!“ – Und wirklich, mein Tauschfreund erhielt an die 50 Zuschriften.

Er sortierte die Briefe nach der Frankatur. Nur portogerechte Einzelfrankatur wurde akzeptiert: die Hälfte schied aus. Dann nach der Qualität der Abstempelung: wieder schied eine Hälfte aus. Von den restlichen sammelten vier noch Telefonkarten, zwei Münzen, zwei Mineralien und eine spielte Klavier: ausgeschieden. Von den letzten drei Kandidatinnen wohnten zwei über 100 km weit entfernt, nur eine am Ort. Mit der traf sich mein Tauschfreund im Vereinslokal. Er war begeistert: „Stell dir vor, eine echte Philatelistin, sammelt acht Länder und drei Motive, ist in vier Arbeitsgemeinschaften und kauft sich jedes Jahr alle MICHEL-Kataloge, hat schon mehrere Preise bei Ausstellungen bekommen. Und hübsch ist die, direkt zum Verlieben. Zur nächsten Ausstellung fahren wir zusammen. Hotel ist schon gebucht, ich weiß da ein ganz besonders gemütliches, ich freu' mich schon!“ –

Beim nächsten Tauschtag erkundigte ich mich nach der neuen Bekanntschaft. „Ach die!“ sagte mein Tauschfreund seufzend, „die ist ja eine Überphilatelistin, die ist verrückt! Den ganzen Tag auf der Ausstellung, von Sammlung zu Sammlung, von Händler zu Händler. Die ganze Nacht ist sie über einem Lot gesessen und hat im MICHEL nachgeschaut, welches Schnäppchen sie gemacht hatte. Die ist nichts für mich. Die hat ja nur Briefmarken im Kopf!“

Quelle: MICHEL-Rundschau 3/1996

   

Ein männlicher Briefmark erlebte ...

Ein männlicher Briefmark erlebte
was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.

Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!

Joachim Ringelnatz

   

Meilensteine aus Philatelie und Postwesen

chroniccartoons

(Andreas Eikenroth, http://chronicartoons.de)

   

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