Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Philatelistisches Lexikon

Dieses kleine philatelistische Lexikon soll besonders Anfänger(inne)n in der Philatelie helfen, sich mit bestimmten Fachbegriffen vertraut zu machen.

 

Lexikon - A Lexikon - B Lexikon - C Lexikon - D Lexikon - E Lexikon - F Lexikon - G Lexikon - H Lexikon - I

Lexikon - J Lexikon - K Lexikon - L Lexikon - M Lexikon - N Lexikon - O Lexikon - P Lexikon - Q Lexikon - R

Lexikon - S Lexikon - T Lexikon - U Lexikon - V Lexikon - W Lexikon - X Lexikon - Y Lexikon - Z

Frankatur

Zur postalischen Beförderung auf einen Beleg aufgeklebte Postwertzeichen. Man unterscheidet:

 

Freimarke

Eine Freimarke, auch Dauermarke, dient zur Freimachung von postalischen Sendungen. Sie ist über einen längeren Zeitraum am Postschalter erhältlich und oft jahrelang gültig. Diese Marken werden meist in Dauerserien herausgegeben.

   

Ganzsache

Brief, Karte oder anderes Formular mit eingedrucktem Wertstempel/Wertzeichen oder Stempelvermerk, der vor dem postamtlichen Verkauf angebracht sein muss.

Im Gegensatz zu den von der Post verausgabten Ganzsachen werden Privatganzsachen im Auftrag von Privatpersonen hergestellt. Privatganzsachen werden meist zu einem besonderen Anlass ausgegeben und entsprechend illustriert, in Deutschland z.B. Messe-Ganzsachen und Sporthilfe-Sonderganzsachen.

   

Gefälligkeitsentwertung

Abstempelung durch die Post ohne den Hintergrund der Beförderung einer Sendung: z.B. gestempelte lose Marken mit rückseitigem Gummi (nie gelaufen) oder Beleg ohne Adresse.

   

Gemeinschaftsausgaben

Briefmarken die von zwei oder mehreren Ländern zum selben Anlass herausgegeben werden. Sie haben das selbe Markenmotiv, sind aber nur im ausgebenden Land gültig.

Beispiele: Norden-Marken in Skandinavien, frühe Europamarken (CEPT-Marken).

In der Bundesrepublik Deutschland erschien die erste Gemeinschaftsausgabe 1963: anlässlich der Einweihung der Vogelfluglinie, zusammen mit Dänemark.

   

Gummierung

Von der Post aufgebrachte Klebeschicht auf der Rückseite eines Postwertzeichens, diese kann nassklebend oder selbstklebend sein. Abhängig von Ausgabezeit und -land wurden und werden sehr unterschiedliche Gummierungen verwendet.

Die meisten Gummierungen sind wasserlöslich, allerdings können gelegentlich selbstklebende Marken beim Ablösen Probleme bereiten.

   

Helvetia

Helvetia ist eine neulateinische Bezeichnung für die Schweiz, die u.a. als Inschrift auf Schweizer Briefmarken verwendet wird.

Die Helvetia ist die Allegorie der Schweiz und auf den frühen Dauermarken abgebildet, siehe auch Strubeli.

   

Hill, Rowland

Englischer Postreformer

* 3.12.1795 Kidderminster, † 27.8.1879 Hampstead

hill row

Großbritannien 1588 (1995)

Sir Rowland Hill verfasste Schriften zur Postreform und führte in England das sogenannte "Penny-Portosystem" ein, wodurch die Postgebühren gesenkt und der Briefverkehr vereinfacht wurden. 1840 veranlasste er die Ausgabe der ersten aufklebbaren Briefmarken in England; als Motiv bestimmte er ein Porträt der Königin Victoria. Für seine Verdienste um das Postwesen wurde er geadelt.

   

IBRA

Internationale Briefmarken-Ausstellung
   

Infla-Marken

Sammler-Name für die Briefmarken des Deutschen Reichs aus der Inflationszeit 1919 – 1923.

Die Originalmarken wurden mit immer höheren Wertstufen überdruckt; wegen des schnellen Währungsverfalls konnten sie nur für kurze Zeit bedarfsmäßig verwendet werden. Echt gelaufene Exemplare sind daher selten, postfrische dagegen nicht. Alle gestempelten Infla-Marken sind fälschungsgefährdet und sollten nur geprüft erworben werden.

Mit einer Nominale von 50 Milliarden Mark hält eine 1923 erschienene Infla-Marke einen traurigen Rekord: sie hat den höchsten Nennwert in der Geschichte der deutschen Briefmarken.

   

Seite 5 von 13