Letzte Aktualisierung:
26. 08. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Merian, Maria Sibylla

Deutsche Kupferstecherin/Naturforscherin

* 2.4.1647 Frankfurt/Main, † 13.1.1717 Amsterdam

 

merian maria s

 

Maria Sibylla Merian war eine der ersten modernen Naturforscherinnen.

Maria Sibylla war die Tochter des Kupferstechers Matthäus Merian (1593 – 1650) und seiner zweiten Frau Johanna Sibylla; ihr Vater starb, als sie drei Jahre alt war. In der Schule lernte sie Lesen, Schreiben und Rechnen; ihr Stiefvater, ein Maler, unterrichtete sie in Zeichnen und Kupferstich. Maria Sibylla interessierte sich für alles was da kreucht und fleucht und zeichnete schon als Jugendliche gern Blumen und Schmetterlinge.

Mit 18 Jahren heiratete Maria Sibylla den zehn Jahre älteren Maler Johann Andreas Graff (1637 – 1701), das Paar bekam zwei Töchter. 1670 zog die Familie nach Nürnberg, wo Maria Sibylla eine Stick- und Malschule für Damen und höhere Töchter gründete. Außerdem erlernte sie Latein, die Sprache der Gelehrten. Ihr "Blumenbuch" mit kolorierten Kupferstichen erschien in drei Bänden 1675, 1677 und 1679.

1679 erschien "Der Raupen wunderbare Verwandelung und sonderbare Blumennahrung" in deutscher Sprache, dafür hatte Maria Sibylla Merian 20 Jahre lang Raupen und Schmetterlinge präpariert und gezeichnet und ihre Weiterentwicklung studiert. Sie beobachtete und beschrieb sehr genau und leistete so Grundlagenarbeit für die Insektenkunde mit einer ersten bildlichen Systematik der Schmetterlinge: Viele der Arten hat sie als Erste beschrieben. Durch ihre Kupferstiche erwies sie sich aber auch als eine große Künstlerin; ihre Bücher wurden sowohl mit Aquarellfarben koloriert als auch in nicht-kolorierten Ausgaben verkauft.

Nach der Trennung von ihrem Mann 1685 zog Maria Sibylla Merian mit den Töchtern nach Holland. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, verkaufte sie ihre Aquarelle.

In den Jahren 1699 – 1701 erfüllte sich Maria Sibylla Merian einen Traum: sie unternahm, begleitet von ihrer jüngeren Tochter, eine Reise nach Surinam und erforschte dort Pflanzen und Insekten. Damit betrat sie Neuland, denn Bücher über tropische Schmetterlinge gab es noch nicht. Nach eineinhalb Jahren musste sie allerdings wegen einer Malariaerkrankung heimkehren. Neben Insektenpräparaten brachte sie u.a. die Amaryllis nach Holland mit. Ihr Hauptwerk "Metamorphosis Insectorum Surinamensium" über ihre Forschungsarbeit erschien 1705 auf Latein und Holländisch.

1715 erlitt Maria Sibylla Merian einen Schlaganfall und saß fortan im Rollstuhl. Sie starb hochgeachtet, aber unvermögend.

 

Briefmarken

  • Deutschland 1331 (1987)
  • Deutschland SSt. 60313 Frankfurt/Main 2.5.1997
  • Deutschland Privatpostmarke Paketeria-Post Meißen (2009)
  • Berlin 788 (1987)

 

Banknoten

  • Deutschland  500-DM-Schein (1993)

 

Quellen

(Iris Ruhl 2008/2017)