Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Bergman, Ingrid

Schwedische Schauspielerin

* 29.8.1915 Stockholm, † 29.8.1982 London

 

bergman ingrid

 

Schon früh musste Ingrid Bergman selbständig werden: sie verlor ihre deutsche Mutter mit drei, ihren Vater, einen schwedischen Maler und Fotografen, mit 13 Jahren. Sie besuchte eine Privatschule in Stockholm und wurde 1933 an der Königlichen Schauspielschule aufgenommen. Bereits 1935 erhielt sie ihren ersten Filmvertrag und drehte u.a. "Walpurgisnacht".

1939 zog Ingrid Bergman mit Ehemann Petter Lindström und der einjährigen Tochter Pia nach Hollywood, wo ihr erster amerikanischer Film "Intermezzo" entstand. Starkes Make-Up und eine Namensänderung lehnte sie ab, sie wollte natürlich bleiben und offen ihre Gefühle zeigen – und das Publikum liebte sie dafür.

Ein Weltstar wurde Ingrid Bergman als Ilsa Lund an der Seite von Humphrey Bogart als Rick Blaine mit dem Film "Casablanca" (1942); unvergessen ihre Aufforderung an den Pianisten: „Spiel es, Sam – spiel 'As Time goes by'.“ Der Film hat heute Kultstatus. 1943 folgte "Wem die Stunde schlägt", und 1944 spielte sie die Hauptrolle der Paula Anton in "Das Haus der Lady Alquist", wofür sie ihren ersten Oscar gewann. Mit Regisseur Alfred Hitchcock drehte sie drei Filme: "Ich kämpfe um dich" (1945), "Berüchtigt" (1946) und "Sklavin des Herzens" (1949). Ihre Lieblingsrolle war die der Johanna von Orléans im gleichnamigen Film (1948).

Nach zehn Jahren kehrte Ingrid Bergman der Traumfabrik Hollywood den Rücken. 1949 drehte sie in Italien den Film "Stromboli", verliebte sich in Regisseur Roberto Rossellini und wurde schwanger – in den Augen Amerikas war ihr Ehebruch ein Skandal. Sie ließ sich scheiden, heiratete Rossellini und bekam drei Kinder: Sohn Robertino und die Zwillinge Isabella und Isotta; die Ehe scheiterte nach sieben Jahren und mehreren gemeinsamen erfolglosen Filmen.

Zurück in Hollywood spielte Ingrid Bergman 1957 die Titelrolle in "Anastasia" und bekam hierfür ihren zweiten Oscar. Weitere bedeutende Filme waren "Indiskret" (1958), "Die Herberge zur 6. Glückseligkeit" (1958), "Lieben Sie Brahms?" (1961) und "Die Kaktusblüte" (1969). Ihren dritten Oscar erhielt sie für die Nebenrolle des Kindermädchens Fröken Olsson in "Mord im Orient-Express" (1974). Ihr letzter Kinofilm war 1978 "Herbstsonate" mit dem schwedischen Regisseur Ingmar Bergman.

Ingrid Bergman hatte sich nie auf einen Typ festlegen lassen – in dramatischen Filmen, Liebesfilmen wie in Komödien wirkte sie gleichermaßen überzeugend. Nach einer Krebserkrankung starb sie an ihrem 67. Geburtstag.

 

Briefmarken:

  • Gibraltar 737 (1995)
  • Schweden 1169 (1981), neu (2015)
  • Gambia 2098 (1995)
  • Äquatorialguinea 1749 (1992)
  • Mali 1436 (1995)
  • Senegal 1841 (1999)
  • Sierra Leone 1674 (1991), 2884 (1997)
  • USA neu (2015)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2015)