Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Garbo, Greta

Schwedische Schauspielerin

* 18.9.1905 Stockholm, † 15.4.1990 New York

 

garbo



„Die Göttliche“ – bereits zu Lebzeiten war Greta Garbo eine Legende.

Greta Lovisa Gustafsson, Tochter eines Straßenkehrers, hatte eine triste Kindheit in einem Stockholmer Arbeiterviertel. Mit 14 verließ sie die Schule und arbeitete zunächst in einem Friseursalon, dann in einem Warenhaus in der Damenkonfektion. Durch Werbefotos und -filme für das Kaufhaus bekam sie ihre erste Statistenrolle beim Film.

Ab 1922 besuchte sie die Königliche Schauspielakademie in Stockholm. Der Regisseur Mauritz Stiller änderte 1923 ihren Nachnamen in Garbo und verschaffte ihr ihre erste Hauptrolle in seinem Film "Gösta Berlings Saga". 1925 gingen beide nach Hollywood.

Für MGM drehte Greta Garbo zunächst Stummfilme und – dank ihrer dunklen Stimme – ab 1930 Tonfilme, in denen sie meist die „Femme fatale“ verkörperte. Sie besaß große Schönheit und eine geheimnisvolle Aura, die ihren Mythos begründeten. Nur selten gab sie Interviews, sie bevorzugte ein zurückgezogenes Leben in Hollywood.

Greta Garbos berühmteste Filme waren "Mata Hari" (1931), "Königin Christine" (1933) und "Maria Walewska" (1937), in denen sie historische Figuren darstellte. Außerdem spielte sie dramatische Rollen in den großen Romanverfilmungen "Anna Karenina" (1935) und "Die Kameliendame" (1936). Die Komödie "Ninotschka" (1939) zeigte sie von einer ganz anderen, heiteren Seite. Zwischen den Dreharbeiten reiste sie immer wieder gern ins heimatliche Schweden. Ihr letzter Film "Die Frau mit den zwei Gesichtern" (1941) war ein Flop; daraufhin zog sie sich vom Filmgeschäft zurück – die große Diva hatte nur 24 Filme gedreht, die heute längst Kult sind.

Greta Garbo zog nach New York und nahm 1951 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Alle Rollenangebote zu einem Comeback lehnte sie ab. 1955 erhielt sie einen Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk, den sie nicht persönlich entgegennahm. Sie war nie verheiratet, hatte aber etliche Affären, u. a. mit Mauritz Stiller und dem Schauspieler John Gilbert; eine längere Beziehung hatte sie mit George Schlee, mit dem sie viele Reisen unternahm. Im Sommer pflegte sie einige Wochen in Klosters in der Schweiz zu verbringen.

Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie völlig abgeschieden in ihrer New Yorker Wohnung. Sie starb mit 84 Jahren in New York und wurde in Stockholm beigesetzt.


Briefmarken:


  • Deutschland 2221 (2001)
  • Burundi 3038-41, Bl.332 (2013)
  • Ghana 2287 (1995)
  • Grenada-Grenadinen Bl.338 (1995)
  • Mali 2112 (1998)
  • Rumänien 5901 (2005)
  • Schweden 1170 (1981), 2485+86, Bl.20 (2005)
  • Senegal 1827+35 (1999)
  • St. Thomas & Prinzeninsel 2655 (2004)
  • USA 3981 (2005)



Quellen:

  • Barry Paris, Garbo. Die Biographie, Europaverlag Wien München 1995
  • Frederick Sands/Sven Broman, Die Göttliche. Greta Garbo. Die Wahrheit über einen Mythos, Blanvalet Verlag München 1979
  • http://www.imdb.com/name/nm0001256/ [14.4.2015]

(Iris Ruhl 2008/15)