Letzte Aktualisierung:
26. 08. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Schneider, Romy

Österreichische Schauspielerin

* 23.9.1938 Wien, † 29.5.1982 Paris

 

schneider romy

 

Von der süßen Sissi wandelte sich Romy Schneider zur Charakterdarstellerin.

Rosemarie Magdalena Albach-Retty, so ihr richtiger Name, war die Tochter der Schauspieler Magda Schneider (1909 – 1996) und Wolf Albach-Retty (1906 – 1967). Romy wuchs bei ihren Großeltern auf und besuchte ein katholisches Internat bei Salzburg. Sie hatte großes schauspielerisches Talent und spielte gern in Schulaufführungen.

Ihren ersten Film „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ drehte Romy Schneider 1953 zusammen mit ihrer Mutter. Der große Durchbruch kam mit den drei „Sissi“-Filmen, die 1955 bis 1957 gedreht wurden. Das deutsche Kinopublikum liebte sie in der Rolle des süßen Mädels; sie selbst war bemüht, dieses Image abzulegen.

1958 verliebte sich Romy Schneider in den französischen Schauspieler Alain Delon (*1935), verlobte sich und zog nach Frankreich; mit ihm drehte sie u.a. „Nur die Sonne war Zeuge“ (1960). Sie nahm Schauspielunterricht und spielte in Paris Theater. Mit „Der Prozess“ (1962, Regie: Orson Welles) setzte sie sich endlich als ernstzunehmende Schauspielerin durch. Ihre Hollywood-Filme, z.B. „Was gibt’s Neues, Pussy“ (1964), fanden wenig Beachtung.

Romy Schneiders Leben war ein ständiges Auf und Ab. 1963 trennte sich Delon von ihr – Romy unternahm einen Selbstmordversuch. 1966 heiratete sie den Schauspieler Harry Meyen (1924 – 1979), Sohn David wurde im selben Jahr geboren. Großen Erfolg hatte sie 1968 in Frankreich mit „Der Swimmingpool“. Sie drehte mehrere Filme mit dem französischen Regisseur Claude Sautet, darunter 1970 „Das Mädchen und der Kommissar“. 1975 ließ sie sich von Meyen scheiden und heiratete ihren Sekretär Daniel Biasini; Tochter Sarah wurde 1977 geboren. 1976 entstand der Film „Gruppenbild mit Dame“ nach dem Roman von Heinrich Böll.

Tief getroffen war Romy Schneider vom Selbstmord Harry Meyens 1979. 1980 trennte sie sich von Biasini, danach lebte sie mit Laurent Pétin zusammen. Für „Die Bankiersfrau“ (1980) wurde sie mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. 1981 musste ihr eine Niere entfernt werden. Im gleichen Jahr verunglückte ihr Sohn tödlich – seitdem lebte sie fast nur noch von Tabletten. Romy Schneiders letzter Film war 1982 „Die Spaziergängerin von Sanssoucis“. Sie wurde von ihrem Lebensgefährten tot aufgefunden – ob sie an Herzversagen starb oder Selbstmord beging, ist nicht geklärt.

 

Briefmarken:

  • Deutschland 2145 (2000)
  • Österreich 2775 (2008)
  • Frankreich 3331 (1998)
  • Gibraltar 742 (1995)
  • Guinea Bl.1601 (2008)
  • Komoren 2065-70, Bl.467 (2009)
  • Senegal 1600 (1999)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2008/2013)