Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Kunz, Emma

Schweizerische Heilpraktikerin, Malerin

* 23.5.1892 Brittnau, Kanton Aargau, † 16.1.1963 Waldstatt, Kanton Appenzell-Außerrhoden

 

kunz emma

 

Emma Kunz war Naturheilpraktikerin und Forscherin zugleich.

Emma Kunz war die Tochter eines Handwebers, hatte sechs Geschwister und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie besuchte die Volksschule in Brittnau. Ab 1910 begann sie, ihre Begabungen in Telepathie und Prophetie zu nutzen, wirkte als Heilpraktikerin und fing an zu pendeln. Ihre Therapien erzielten Erfolge, die an Wunder grenzten. Zeitweise arbeitete sie in einer Strickerei, um Geld zu verdienen.

In den Jahren 1923 – 1939 arbeitete Emma Kunz jeweils im Sommer als Haushälterin, später auch als Gesellschafterin, bei der Familie des Malers und Kunstkritikers Jakob Friedrich Welti (1871 – 1952) in Engelberg.
1930 veröffentlichte Emma Kunz ihren Gedichtband „Leben“. 1938 begann sie, großformatige Zeichnungen mit Farbstift auf Millimeterpapier anzufertigen. Mit Hilfe des Pendels entstanden streng geometrische Zeichnungen, die die gefundenen Energien sichtbar machten; dabei vertraute sie auf die geistigen Kräfte.

1942 entdeckte Emma Kunz im Römersteinbruch von Würenlos bei Baden (Kanton Aargau) ein Heilgestein, das sie „AION A“ nannte, und richtete in der Nähe der Fundstelle eine Begegnungsstätte ein. 1947 verließ sie Brittnau und zog nach Lungern, 1951 nach Waldstatt. Dort konnte sie ihre Naturheilkunst und ihre Forschungen ungehindert durchführen; sie fand einen Kantonschemiker, der für sie Medikamente nach ihren Anweisungen herstellte.

1953 veröffentlichte Emma Kunz zwei Bücher über ihre Kunst: „Das Wunder schöpfender Offenbarung“ und „Neuartige Zeichnungsmethode". Sie war eine visionäre Künstlerin und hinterließ faszinierende verschlüsselte Bilder, die erst zehn Jahre nach ihrem Tod erstmals ausgestellt wurden.

Auf der Briefmarke ist ihre Zeichnung „Werk Nr. 095“ abgebildet.

 

Briefmarken:

  • Schweiz 1506 (1993)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2008)