Letzte Aktualisierung:
29. 09. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Elisabeth

Kaiserin von Österreich

* 24.12.1837 München, † 10.9.1898 Genf

 

elisabeth kaiserin

 

Die Filme über das Drama ihres Lebens rührten Millionen Zuschauer zu Tränen.

Taufname: Elisabeth Amalia Eugenia von Wittelsbach

„Sisi“, so ihr Rufname, war die Tochter von Herzog Maximilian in Bayern und seiner Frau Ludovika. Sie wurde am Heiligabend geboren und hatte private Erzieherinnen.

1853 weilte Elisabeth mit Mutter und Schwester Helene in Ischl, wo sich der österreichische Kaiser Franz Joseph I. (1830 – 1916) in sie verliebte. Die Heirat fand am 24.4.1854 in Wien statt; das Paar bekam vier Kinder: Sophie (1855 – 1857), Gisela (1856 – 1932), Kronprinz Rudolf (1858 – 1889) und Marie Valérie (1868 – 1924).

Elisabeth war sehr schön, exzentrisch und menschenscheu. Sie hegte eine Abneigung gegen ihre Repräsentationspflichten. Mit dem strengen höfischen Zeremoniell in Wien konnte sie sich nie anfreunden, und auch wegen der Streitigkeiten mit der Schwiegermutter um die Kindererziehung brach sie immer wieder aus: Reisen und das Landleben zog sie ihren Amtspflichten als Kaiserin von Österreich vor.

In den Provinzen Österreichs, in denen es gärte, überwand Kaiserin Elisabeth durch ihre große Beliebtheit alle Spannungen; ganz besonders wohl fühlte sie sich stets in Ungarn. 1867 wurde Kaiser Franz Joseph I. zum König von Ungarn gekrönt.

Kaiserin Elisabeth reiste viel, auch ohne ihren Mann; ihre Reisen führten sie nach Korfu, Italien, Mallorca oder Malta. Gern hielt sie sich in Ischl auf und traf dort ihre Eltern. Im Sommer pflegte sie zur Kur nach Kissingen zu reisen. Sie lernte ungarisch, befasste sich mit der ungarischen Geschichte und verbrachte jedes Jahr mehrere Wochen auf dem kaiserlichen Schloß Gödöllö; die jüngste Tochter wurde in Ungarn geboren.

Kaiserin Elisabeth hielt strenge Diät und war dadurch ihr Leben lang sehr schlank. Mit ihrer Familie und der Verwandtschaft führte sie einen regen Briefwechsel. Angeregt durch die rumänische Königin Elisabeth (Carmen Sylva), mit der sie befreundet war, schrieb sie selbst Gedichte, von denen einige vertont wurden.

Im Sommer 1898 reiste Kaiserin Elisabeth in die Schweiz. In Genf kam sie durch ein Attentat ums Leben: sie wurde von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni am Genfer See erstochen.

 

Briefmarken:

  • Österreich 2265 (1998), 2473 + 2475 in Bl. 23 (2004)
  • Deutschland Sonderstempel 04356 Leipzig 26.9.2004
  • Ungarn 4381 (1996)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2008)