Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Henie, Sonja

Norwegische Eiskunstläuferin

* 8.4.1912 Oslo, † 12.10.1969 Flug von Paris nach Oslo

  

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Sonja Henie ist die erfolgreichste Eiskunstläuferin aller Zeiten.

Sonja Henie wuchs in Wohlstand auf, verwöhnt von ihrem Vater Wilhelm, einem reichen Pelzhändler. Sie hatte eine natürliche Begabung für Musik und Bewegung, lernte früh Schlittschuhlaufen und gewann mit fünf Jahren ihren ersten Wettbewerb. Ihre Eltern förderten großzügig ihre Karriere: Sonja bekam die besten Trainer, auch im Ausland, und Ballett-Unterricht.

Als Elfjährige nahm Sonja Henie 1924 an ihren ersten Olympischen Winterspielen teil: sie war zu unerfahren und wurde Achte und Letzte. Ihren ersten von zehn Weltmeistertiteln gewann die Vierzehnjährige 1927 in Oslo. Dreimal wurde Sonja Henie Olympiasiegerin – 1928, 1932 und 1936 – und sechsmal Europameisterin.

Wegen ihres tänzerischen Eislaufstils und ihrer ausgefeilten Choreografien wurde Sonja Henie auch „Pavlova auf dem Eis“ genannt. Sie trug kurze Kleider, meist weiß und pelzbesetzt, und führte weiße Schlittschuhstiefel ein. Zwischen ihren Wettbewerben ging sie auf Schaulauftourneen und begeisterte Zuschauer in Europa und Nordamerika; das Berliner Publikum gab ihr den Kosenamen „Häseken“.

Nach Ende ihrer Amateurlaufbahn zog Sonja Henie 1936 in die USA um Schauspielerin zu werden – davon hatte sie schon als Kind geträumt. Sie drehte insgesamt 12 Filme, darunter 1941 „Adoptiertes Glück“ mit Glenn Miller. Es waren heitere Musikfilme, in denen sie mitspielte und Revuenummern auf dem Eis zeigte.

In der Eis-Show von Arthur Wirtz tourte Sonja Henie mit goßem Erfolg durch die USA und machte den Eiskunstlauf dort populär. Sie wurde Multimillionärin, liebte Luxus und Juwelen und feierte extravagante Parties. Ihre ersten beiden Ehen – 1940-45 mit dem Playboy Dan Topping und 1949-56 mit dem Industriellen Winthrop Gardiner jr. – scheiterten. 1956 heiratete sie den reichen norwegischen Reeder Niels Onstad.

Ihre eigene Eis-Show endete in einem finanziellen Fiasko; nach ihrer dritten Heirat zog Sonja Henie sich vom Eis zurück und reiste viel. Sie sammelte moderne Kunst und wertvollen Schmuck und plante ein eigenes Kunstmuseum in Oslo, das 1968 eröffnet wurde. 1969 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert. Sie starb während des Fluges von Paris nach Oslo und wurde in der Nähre des Henie-Onstad-Kunstzentrums beigesetzt.

 

Briefmarken:

  • Norwegen 1051 in Bl.14 (1990)
  • Liberia 1865 (1997)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2012)