Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

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Weiser, Grethe

Deutsche Schauspielerin

* 27.2.1903 Hannover, † 2.10.1970 Bad Tölz

 

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Grethe Weiser war eine begnadete Komikerin.

Mädchenname: Mathilde Ella Dorothea Margarethe Nowak.

Grethe Nowak stammte aus einer wohlhabenden Unternehmerfamilie und wurde von ihren Eltern Gottlieb Ernst Ludwig und Ella Nowak streng erzogen. Sie wuchs in Dresden auf, besuchte dort eine Höhere Töchterschule und eine Privatschule. Mit 18 Jahren heiratete sie Josef Weiser, den Besitzer einer Süßwarenfabrik; ihr Sohn Rolf Günther wurde 1922 geboren. Die Ehe wurde 1934 geschieden.

In Berlin pachtete ihr Mann ein Kabarett am Kurfürstendamm, dort hatte Grethe Weiser ihre ersten Auftritte als Diseuse. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht und trat als Soubrette und Komikerin auf. Ihr Filmdebüt war 1927 in „Männer vor der Ehe“; danach bekam sie Nebenrollen in verschiedenen Filmen. Der große Durchbruch kam 1937 mit dem Film „Die göttliche Jette“; daraufhin spielte sie zahlreiche Haupt- und Nebenrollen in Filmen aller Sparten, in denen sie ihr komisches Talent voll entfalten konnte, darunter „Mädchen für alles“ (1937), „Wir machen Musik“ (1942) oder „Familie Buchholz“ (1944).

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs spielte Grethe Weiser in Hamburg Theater, ihre Paraderolle wurde die Mary Miller in „Das Kuckucksei“. 1954 zog sie nach Berlin zurück.

In den Nachkriegsfilmen verkörperte Grethe Weiser die Quasselstrippe, witzig und schlagfertig, wie z. B. in den Filmen „Der Vetter aus Dingsda“ (1953), „Der schräge Otto“ (1956) oder „Lemkes sel. Witwe“ (1957). Insgesamt wirkte Grethe Weiser in über 100 Filmen mit. In den 1960er Jahren trat sie verstärkt in Fernsehproduktionen auf, so z. B. 1969 in „Die Lokomotive“.

1958 heiratete Grethe Weiser den Ufa-Produktionschef Herrmann Schwerin, mit dem sie bereits seit 1934 liiert war. 1968 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Grethe Weiser starb zusammen mit ihrem Mann bei einem schweren Verkehrsunfall in der Nähe von Bad Tölz. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde sie in Berlin beigesetzt.

 

Briefmarken:

  • Deutschland 2149 (2000)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2008)