Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Lehmann, Lotte

Deutsche Opernsängerin

* 27.2.1888 Perleberg, † 26.8.1976 Santa Barbara, Kalifornien, USA

 

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Lotte Lehmann gehörte zu den bedeutendsten lyrischen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts.

Richtiger Name: Charlotte Sophie Pauline Lehmann.

Lotte Lehmann stammte aus der Mark Brandenburg. Sie sang schon von Kind an; ihre Mutter Marie förderte ihren Wunsch nach einer Gesangsausbildung. An der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin wurde sie zur Sopranistin ausgebildet.

Ihr erstes Engagement bekam sie 1910 am Hamburger Stadttheater. Der Tenor Enrico Caruso (1873 – 1921) war von ihrer Stimme begeistert. Ihre erste Schallplatte nahm sie 1914 auf. 1916 ging sie ans Hoftheater nach Wien, wo der Komponist Richard Strauss (1864 – 1949) Dirigent war. Mit ihrem lyrischen Sopran sang sie bevorzugt Richard Wagner, Richard Strauss und andere zeitgenössische Komponisten; Mozart lag ihr nicht. Ihre Paraderolle war die Marschallin aus dem „Rosenkavalier“ von R. Strauss.

1926 heiratete Lotte Lehmann den Bankier Otto Krause, einen großen Verehrer ihrer Kunst. Sie unternahm Tourneen durch Europa, Südamerika, Australien und die USA. 1933 sang sie erstmals an der New Yorker Met.

1934 sollte sie Nationalsängerin werden und nur noch in Deutschland auftreten – als sie dies ablehnte, erhielt sie Auftrittsverbot für Deutschland.

Nach dem Tod ihres Mannes 1939 übersiedelte sie ganz nach Kalifornien und erhielt 1945 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 1946 sang sie zum letzten Mal die Marschallin in einer Opernaufführung. Sie gab aber noch Konzertabende, ihr Abschiedskonzert war 1951 in New York. Danach gab sie Gesangsunterricht an der Music Academy of the West in Santa Barbara; eine ihrer Schülerinnen war die Sopranistin Grace Bumbry. In ihrer Freizeit begann sie zu malen und zu schreiben, sie veröffentlichte mehrere Bücher und zahlreiche Artikel zu musikalischen Themen. 1962 inszenierte sie in Wien den „Rosenkavalier“. 1964 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Lotte Lehmann starb in Kalifornien und wurde in Wien beigesetzt.

 

Briefmarken:

  • Bundesrepublik Deutschland 1427 (1989)
  • Berlin 844 (1989)
  • Nicaragua 1824 (1975)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2008)