Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Dietrich, Marlene

Deutsche Schauspielerin

* 27.12.1901 Berlin-Schöneberg, † 6.5.1992 Paris

 

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Bis heute ist Marlene Dietrich der Inbegriff der „Femme fatale“. 

Marlene – eigentlich Maria Magdalena – Dietrich machte ihr Abitur an einer Privatschule und hatte als Kind Geigenunterricht. Später besuchte sie die Max-Reinhardt-Schauspielschule. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie als Revue-Girl und Filmstatistin.

1923 heiratete sie Rudolf Sieber; ihre einzige Tochter Maria wurde 1924 geboren. In den 1920er Jahren drehte sie einige Filme für die Ufa, z. B. „Ich küsse Ihre Hand, Madame“ (1929). Der große Durchbruch kam mit der Rolle der verruchten Nachtclub-Sängerin Lola Lola in Josef von Sternbergs Film „Der blaue Engel“ (1930), in dem sie ihre berühmten Lieder „Ich bin die fesche Lola“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ sang und der ihr Image als blonde Femme fatale begründete.

1930 verließ Marlene Dietrich Deutschland und folgte Sternberg in die USA. Unter seiner Regie drehte sie in Hollywood Filme wie „Shanghai Express“ (1931), „Die blonde Venus“ (1932) und „Der Teufel ist eine Frau“ (1935). 1939 nahm sie die amerikanische Staatsbürgerschaft an; während des Zweiten Weltkriegs war sie zur Truppenbetreuung in Europa – ihr „Lili Marleen“ wurde das Lieblingslied der Soldaten.

Nach Kriegsende setzte Marlene Dietrich ihre Filmkarriere fort und spielte u. a. 1950 im Hitchcock-Film „Die rote Lola“, 1957 in Billy Wilders „Zeugin der Anklage“ und 1958 in „Im Zeichen des Bösen“; ihr letzter Auftritt war 1978 in „Schöner Gigolo, armer Gigolo“.

Ab 1953 begann für Marlene Dietrich eine neue Karriere: sie trat auch als Varieté-Künstlerin z. B. in Las Vegas auf. Auf dem Klavier wurde sie von dem jungen Burt Bacharach begleitet – hieraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. Auf der Bühne sang sie Lieder aus ihren Filmen, Songs von Cole Porter oder das berühmte „Lili Marleen“. Mit ihrer One-Woman-Show feierte sie weltweit große Erfolge. Sie tourte rund um die Welt, bis ein schwerer Sturz 1975 in Sydney ihre Bühnenkarriere endgültig beendete. 1979 veröffentlichte sie ihre Memoiren.

Marlene Dietrich starb in Paris und ist in Berlin begraben.

 

Briefmarken:

  • Deutschland 1939 (1997),
    SSt. 10785 Berlin 10.9.2010
  • Bulgarien 4185 (1995)
  • Antigua & Barbuda 3535-38 (2001), 3783-88 + Bl. 544 (2003)
  • Bulgarien 4185 (1995)
  • Burundi 2163 (2011)
  • Cuba 3867 (1995)
  • Gambia 2453 (1996), 4316-19 (2001)
  • Ghana 3532-37, Bl. 449 (2003)
  • Gibraltar 739 (1995)
  • Grenada 4003 (1999), 4683-86 (2001)
  • Grenada-Grenadinen Bl. 246 (1992), 2161 (1995), 3574-77 (2001)
  • Guinea 1395 (1992)
  • Guinea-Bissau Bl.521 (2005)
  • Kambodscha 2194 (2001)
  • Malediven 1895 (1993)
  • Mali 1433 (1995)
  • Moldawien 385 (2001)
  • Nevis 1876-78, Bl. 225 (2003)
  • Sierra Leone 2501 (1996), 4035-38 (2001)
  • Togo Bl.657 (2011)

 

Quellen:

  • Maria Riva, Meine Mutter Marlene, Bertelsmann Verlag München 1992
  • Donald Spoto, Marlene Dietrich, Heyne Verlag München 1992
  • Steven Bach, Marlene Dietrich – Die Legende – Das Leben, Econ Verlag Düsseldorf 1993
  • www.laut.de/Marlene-Dietrich [3.8.2011]
  • www.imdb.de/name/nm0000017/ [3.8.2011]

(Iris Ruhl 2008)