Letzte Aktualisierung:
05. 06. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Kahlo, Frida

Mexikanische Malerin

* 6.7.1907 Coyoacán, † 13.7.1954 Coyoacán

 

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Mit ihren Gemälden kämpfte Frida Kahlo gegen ihre Schmerzen an.

Magdalena Carmen Frieda Kahlos Mutter war Mexikanerin, der Vater Wilhelm Kahlo ein deutsch-ungarischer jüdischer Fotograf. Mit sechs Jahren erkrankte Frida an Kinderlähmung. 1925 hatte sie einen schweren Unfall: Als ihr Schulbus mit einer Straßenbahn zusammenstieß, erlitt sie ernste Verletzungen an Wirbelsäule und Beinen, die zahlreiche Operationen notwendig machten. Sie blieb ihr Leben lang behindert.

Bereits im Krankenhaus begann Frida Kahlo zu malen. 1928 lernte sie den 21 Jahre älteren kommunistischen Maler Diego Rivera (1886 – 1957) kennen, ein Jahr später heiratete sie ihn. 1930 – 1933 verbrachten beide in den USA, wo Rivera mehrere Aufträge ausführte. 1938 hatte Frida Kahlo ihre erste Einzelausstellung in New York.

Frida Kahlo war eine temperamentvolle und lebensfrohe Frau. Ihre Ehe war ein ständiges Auf und Ab: Sie hatte mehrere Fehlgeburten, ihr Mann zahlreiche Affären, sie konterte mit eigenen Affären (sowohl mit Männern als auch mit Frauen); 1939 ließen sie sich scheiden, heirateten 1940 zum zweiten Mal – beide kamen nicht voneinander los. Ihre innere Zerrissenheit, ihren körperlichen und seelischen Schmerz drückte Frida Kahlo in ihren Selbstportraits aus. Sie trug mexikanische Tracht und indianischen Schmuck und verwendete in ihren surrealistisch anmutenden Bildern mit symbolhaften Darstellungen Elemente der mexikanischen Volkskunst.

Ab 1943 unterrichtete sie an der Kunstschule La Esmeralda in Mexico City, musste den Unterricht aber bald zu Hause abhalten. Sie malte weiter, ihre Schmerzen und Depressionen bekämpfte sie mehr und mehr mit Alkohol und Drogen. Sie ließ sich mehrfach operieren, war ans Bett oder den Rollstuhl gefesselt. 1953 wurde das rechte Bein amputiert; danach resignierte sie. Sie starb im Alter von 47 Jahren.

Ihr blaues Haus in Coyoacán, die „Casa azul“, ist heute ein Museum.

Im Jahre 2001 gaben die USA und Mexiko eine Gemeinschaftsausgabe mit ihrem Selbstportrait heraus.

 

Briefmarken:

  • Mexico 2923 (2001), 3318 (2007) 
  • USA 3463 (2001)
  • Ghana 3196 (2001)

 

Quellen:

  • Christina Haberlik/Ira Diana Mazzoni, 50 Klassiker: Künstlerinnen, Gerstenberg Verlag Hildesheim 2002
  • Gottfried Sello, Malerinnen des 20. Jahrhunderts, Ellert & Richter Hamburg 1994
  • Annette Seemann, Frida Kahlo, Econ Ullstein List Verlag München 2002
  • www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/frida-kahlo/ [15.1.2011]

(Iris Ruhl 2004)