Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Wray, Fay

Canadische Schauspielerin

 * 15.9.1907 bei Cardston, Alberta, † 8.8.2004 New York

 

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Fay Wray war die erste „Scream Queen“ und ging damit in die Filmgeschichte ein.

Vina Fay Wray, so ihr Mädchenname, wurde auf einer Farm in der canadischen Provinz geboren und hatte fünf Geschwister. Als sie 3 war, zog die Familie nach Arizona, später Californien, da der Vater dort besser Arbeit fand. Die Eltern ließen sich scheiden, als Fay 12 war, und die Mutter zog mit den Kindern nach Los Angeles.

In L. A. lockte die Filmindustrie, und Fay Wray bekam schon als Teenager ihre ersten kleinen Rollen. Es folgten mehrere Stummfilm-Western, und 1926 gehörte sie zu 13 jungen Schauspielern, die von der Western Association of Motion Picture Advertisers als „vielversprechend“ bezeichnet wurden. 1928 spielte Fay Wray ihre erste Hauptrolle in Erich von Stroheims Film „Der Hochzeitsmarsch“ und schaffte damit problemlos den Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm. Im gleichen Jahr heiratete sie den Drehbuchautor John Monk Saunders, mit dem sie eine Tochter, Susan, hatte. An der Seite von Gary Cooper spielte Fay Wray 1928 in „The First Kiss“. In den 30er Jahren drehte sie etliche Horrorfilme, die ihr den Beinamen „Scream Queen“ einbrachten, und durch einen wurde sie weltberühmt: „King Kong und die weiße Frau“ (1933). Die Szene, in der sie von King Kong auf die Spitze des Empire State Building getragen wird, ist legendär. Niemand konnte dramatischer schreien als sie – allerdings war sie nun auf dieses Genre festgelegt und wurde das Image zeitlebens nicht mehr los. Der Film war der Höhepunkt ihrer Karriere und begleitete sie ihr Leben lang – später meinte sie jedoch, dass darin zu viel geschrieen wurde.

Nach „King Kong“ ging es mit der Filmkarriere langsam bergab, auch wenn Fay Wray noch etliche B-Filme drehte. Ihre wohl schönste Rolle spielte sie in „Viva Villa!“ (1934). 1939 ließ sie sich scheiden, und auch ihre Karriere neigte sich dem Ende zu. 1942, nach der Heirat mit dem Schriftsteller Robert Riskin (1897-1955), zog sie sich ins Privatleben zurück; mit ihm hatte sie zwei Kinder, Robert und Victoria.

In den 50er Jahren drehte Fay Wray einige Filme und trat in der TV-Serie „Pride of the Family“ mit Natalie Wood auf. Bis Ende der 60er Jahre hatte sie Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien; ihren letzten Film „Gideon's Trumpet“ drehte sie 1980 an der Seite von Henry Fonda. Von 1970 bis 1991 war sie in dritter Ehe mit dem Arzt Sanford Rosenberg verheiratet. 1989 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „On the other hand“. Bei der 60-Jahr-Feier des Empire State Building im Jahr 1991 gehörte sie zu den Ehrengästen.

Fay Wray starb im Alter von 96 Jahren an einer nicht näher bezeichneten Krankheit.

 

Briefmarken:

  • Canada 2333 in Bl. 84, 2337 (2006)

 

Quellen:

(Iris Ruhl 2007)