Letzte Aktualisierung:
12. 01. 2018

 

Top 150 Briefmarken

 

Briefmarken-Übergabe

Junge Seehunde und Rehkitze zieren die neuen Briefmarken der Serie "Tierkinder"

Offizielle Übergabe der Postwertzeichen in der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich

Große Kulleraugen, rundes Gesicht, dicker Pummelkörper oder große sanfte Augen und staksige Beine – auf den neuen Sonderbriefmarken der Serie "Tierkinder" sind wieder Motive, die jeden anrühren. Beide Marken haben einen Frankaturwert von 0,85 €.

Am 2. Januar 2018 fand die Übergabe der Marken in der Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich statt. Übergeben wurden die Marken von Claudia Schäfer, Deutsche Post, Abteilungsleiterin Management Postwertzeichen. Anwesend waren unter anderem auch Vertreterinnen des Bundesfinanzministeriums, Vertreter der Deutschen Post, der Politik und der Seehundstation. Als Vertreter der Briefmarkensammler nahmen Landesverbandsvorsitzender Oswald Janssen und die Schatzmeisterin des Verbandes Christine Hennings-Kuhlmann teil.

Der Geschäftsführer der Seehundstation Dr. Peter Lienau appellierte in seiner Begrüßungsrede an die Zuhörer, den Seehunden in der freien Natur nicht zu nahe zu kommen und sie in Ruhe zu lassen. Auf humorvoller Weise erläuterte er, dass die Menschen das Verhalten der Tiere in fast allen Fällen falsch deuteten und die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere als Anzeichen einer Erkrankung interpretierten würden.

Claudia Schäfer überreichte anschließend den Vertretern der verschiedenen Institutionen Bilderrahmen mit Sonderumschlag, Ersttagsblatt sowie Markenpärchen mit Ersttagsstempel Bonn und Berlin.

Nach dem offiziellen Teil erfuhr Claudia Schäfer, dass Christine Hennings-Kuhlmann die Vorsitzende des Vereins "Frau und Philatelie", Deutschlands einzigem Verein für Sammlerinnen, ist. Spontan überreichte sie daraufhin der Vorsitzenden Christine Hennings-Kuhlmann und der stellvertretenden Vorsitzenden Helma Janssen ebenfalls einen Bilderrahmen für den Verein.

 

bm-uebergabe
 
von links: Helma Janssen, Claudia Schäfer, Christine Hennings-Kuhlmann (Foto: W. Kuhlmann)

 

Nach der Veranstaltung führte Dr. Lienau noch durch die Seehundstation. Dort konnte auch "Philinchen" besucht werden. Für diesen Heuler hat die Deutsche Post die Patenschaft übernommen.

Helma Janssen, stellvertr. Vorsitzende "Frau und Philatelie"
(5.1.2018)
 

Frohe Weihnachten 2017

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut!
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!
 
 
weihnachten 2017

 

Der Weihnachtsbaum ist schon seit dem Mittelalter bekannt - wie sehr sich der Baumschmuck im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat ...

Frau und Philatelie wünscht allen Mitgliedern und SammlerInnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück für das Jahr 2018.

   

Wir sind also nicht relevant

Offener Brief von Carla Michel:

"Wir sind also nicht relevant – zu Deutsch: nicht bedeutsam, nicht wichtig. Wie gut, dass wir das nun endlich wissen.

Meine Sammeltätigkeit begann ich 1961, gerade weil ich kleine Kinder hatte und Hausfrau und Bäuerin war. Um immer für die Kinder da sein zu können, suchte ich nach einem Hobby, das ich zu Hause ausführen konnte und mich nach der schweren körperlichen Arbeit entspannen konnte. Ich suchte ein geistiges Hobby. So kam ich zur China-Philatelie. Meine erste Ausstellung hatte ich schon 1964. Dieses Hobby sollte mein ganzes Leben umkrempeln. Ich wurde China-Spezialistin, lernte China und die weite Welt kennen. Besonders auch durch den BDPh, der es möglich machte, meine Sammlungen auf vielen internationalen Ausstellungen im Wettbewerb zu zeigen.

2009 versuchte ich noch einmal ein Comeback in Soest. Die Jury hatte keine Ahnung von den chinesischen Automatenmarken, die Sammlung wurde unter Niveau bewertet. Ein Jurymitglied meinte, ich solle ihm die Sammlung kopieren, dann würde er mir zeigen, wie ich sie besser aufbauen könnte (und das mir nach 45 Jahren Ausstellungserfahrung!). Ich habe die Kopien an den Herrn geschickt, habe aber in acht Jahren (trotz mehrfacher Anfragen) keine Antwort bekommen.

Die schöne freundschaftliche Zeit mit Sammlern ging nach der Ära Michael Adler zu Ende. Eine neue Generation trat an. Beiträge von mir wurden in der philatelie nicht mehr veröffentlicht. Angeblich interessierte sich niemand für China.
Nach den letzten vier hoffnungsvollen Jahren, in denen im BDPh endlich wieder ein frischer Wind wehte, und Uwe Decker dem BDPh rund 1000000,00 EURO (in Worten: eine Million) ersparte, fallen wir wieder in den alten Schlendrian zurück. Die alten Männer kehren zurück. Wann laben die sich wieder am BDPh-Napf?

Carla Michel,

Mitglied im BDPh

Ehrenvorsitzende der Forschungsgemeinschaft China-Philatelie e. V. (im BDPh).

ehem. 1. Vorsitzende der Forschungsgemeinschaft China-Philatelie e.V. und Redakteurin und Herausgeberin der Mitteilungshefte Die China-Philatelie 90 bis 126

1. ausländisches Ehrenmitglied der Beijing Gulou Philatelie-Forschungsgesellschaft, Beijing, VR China

Ehrenpräsidentin der Forschungsgesellschaft für Deutschland-Philatelie in China

Ehrenmitglied der Hamburger China-Gesellschaft e.V.

Ehrenmitglied der Briefmarkenfreunde Hechingen e.V.

Vermeil-Nadel für Verdienste um Forschung und Literatur (einzige Frau, die diese Auszeichnung je bekommen hat)

2006 - 2012 und 2016 Repräsentantin für die Deutsche Post in Beijing, um die ersten Preise im Wettbewerb „Die schönste Briefmarke der Welt“ in Empfang zu nehmen."

(26.8.2017)

   

Die Hälfte der Welt

In zehn der 15 Mitgliedsverbände des BDPh und in drei der vier Verbände auf Bundesebene bleiben die Männer unter sich.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„weil wir im Jahr 2015 leben“. Justin Trudeau, liberaler Ministerpräsident von Kanada, fand klare Worte, weshalb sein Kabinett zur Hälfte mit Frauen und zur Hälfte mit Männern besetzt ist. 2015 hatte er die Unterhauswahlen klar gewonnen und ebenso deutlich demonstriert, wie man die Führung eines modernen Industriestaates zeitgemäß aufstellt. Anderswo sitzen Frauen sogar den Kabinetten vor, in Norwegen, Großbritannien und Polen zum Beispiel, und auch in Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesrepublik Deutschland bekleiden Frauen die Spitzenpositionen in der jeweiligen Regierung.

Die Philatelie scheint dagegen zu Beginn des 20. Jahrhunderts steckengeblieben zu sein, als man huldvollst den Frauen gestattete, wenigstens bei Wahlen ihre Stimmen abzugeben. Ob in den Vorständen von Vereinen oder Verbänden – fast überall bleiben die Männer unter sich. Zehn der 15 Mitgliedsverbände des BDPh kennen nicht eine einzige Frau im Vorstand: Bayern, Berlin-Brandenburg, Mittelrhein, Niedersachsen, Norddeutschland, Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Südwestdeutschland und Thüringen.

In Hessen, Rhein-Main-Nahe bekleidet Gertrude Almquist-Bois den stellvertretenden Vorsitz und betreut die Fachstelle Forschung und Literatur, in Nordrhein-Westfalen leitet Gudula Uebber das Ausstellungswesen, und in Elbe-Weser-Ems verwaltet Christine Hennings die Kasse. Der Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften und die Deutsche Philatelisten-Jugend beriefen in Ingrid Kohlhagen und Gabriele Lennartz Geschäftsführerinnen.

Auf Bundesebene ist der BDPh einzigartig. Dem Bundesvorstand gehört Helma Janssen als Beisitzerin an. Der Fachhändlerverband APHV, der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer und der Bund Philatelistischer Prüfer verzichten dagegen auf die Hälfte der Welt. In den Ortsvereinen und Arbeitsgemeinschaften schaut es in der Regel nicht besser aus als in den Dachverbänden und ihren Unterorganisationen.

Da verwundert es kaum, dass nur wenige Frauen in die Philatelie finden. Widmen sie sich diesem Hobby, bleiben sie oftmals den Vereinen fern. Sie spüren nämlich genau, dass die Männer am liebsten unter sich bleiben würden. Also ziehen sie die Konsequenzen und verzichten auf die Mitgliedschaft.

Nun mag der eine oder andere einwenden, wenn nur fünf Prozent der Mitglieder des BDPh weiblich sind, dann genüge es, wenn Frauen fünf Prozent der Ämter bekleiden. Dies ist so banal wie falsch und außerdem kontraproduktiv. Jeder weiß, dass man neue Mitglieder nur gewinnt, wenn man auf sie zugeht. Mit mindestens einer Frau im Vorstand zeigt man, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat. In der Politik ist das der Fall; Frauen erreichen längst Führungspositionen, auch wenn sie in den Parlamenten noch meistens in der Minderheit bleiben. Wann wird die organisierte Philatelie erwachen? Das Jahr 2015 ist schon wieder eine Weile vorbei ...

Torsten Berndt

Quelle: Briefmarken Spiegel 9/2017

(24.8.2017)

   

Was uns blühen kann

Liebe Sammlerfreundinnen und Sammlerfreunde!

Fassungslos habe ich den Artikel "Sammlerinnen nicht relevant" gelesen. Eigentlich dachte ich wir wären im Jahr 2017, habe mich aber offenbar getäuscht: Wir sind noch – oder schon wieder? – im Mittelalter gelandet.

So wird es also durch die (erfolgreiche?) Wahl des neuen Vorstandes des BDPH werden. Wir (das Kleinvolk) dienen nur dazu Beiträge zu löhnen – aber nicht mit mir!!!

Meine Alternative ist der Austritt aus dem BDPh – nach dem Bundestag und nach der Aussage von Team Decker, es kandidiere nicht mehr. Ich möchte keinen Präsidenten und kein Mitglied eines Vorstandes, welches uns Sammlerinnen und Sammler nicht "wertschätzt", dafür haben wir Frauen nicht 30 Jahre gekämpft und unseren "Mann" gestanden.

Eure/Ihre Christine van Ratingen, noch Mitglied im Verein Frau und Philatelie

(14.8.2017)

   

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