Letzte Aktualisierung:
07. 11. 2017

 

Top 150 Briefmarken

 

Messe Essen 2012

Erster Frauen-Messestand auf der Messe in Essen

Einige Wochen vor der Messe in Essen informierte mich Helma Janssen, unsere Zweite Vereinsvorsitzende, dass sie beim BDPh-Vorstand – der „Männerrunde“ – die Anregung gemacht hatte, einen kleinen Frauenstand aufzustellen.

Nun ging es ans Organisieren: Es wurde ein Sponsor gefunden, denn der Standplatz war natürlich nicht kostenlos. Standmobiliar und Sitzgelegenheiten wurden aus dem Haus der Philatelie in Bonn geholt, eine Kaffeemaschine und einige Ausstellungsrahmen organisiert. Helma Janssen regelte alles, da es ja kein Stand für Frau & Philatelie sondern allgemein des BDPh war.

Nachdem alles genehmigt war, setzte ich mich mit einer Reihe von Mitgliedern aus Nordrhein-Westfahlen in Verbindung, darunter unser neues Mitglied Doris aus Velbert, und informierte auch Christine Hennings-Kuhlmann, Schatzmeisterin des Nordwestdeutschen Landesverbandes Elbe-Weser-Ems – alle sagten ihre Hilfe zu. Helma Janssen fertigte die kleinen Handzettel, auf denen zu lesen stand: „Eine kostenlose Tasse Kaffee am Frauenstand, nicht nur für Sammlerinnen.“

 

essen 2012 a

 

Groß war unser Stand natürlich nicht, aber er sah ganz „kuschelig“ aus: kleine Tische, Stühle und ein Teppich zu Füßen. Der Kaffee duftete, jetzt fehlten nur noch die sammelnden oder auch nicht selbst sammelnden Frauen und Mädchen. Also schnappten wir uns einen Stapel Werbezettel, gingen durch die Reihen der Messestände und sprachen die wirklich zahlreich anwesenden Frauen an, um sie auf eine Tasse Kaffee an unseren Stand einzuladen. Dies wurde dankbar angenommen, wie wir um die Mittagszeit merkten! Boten wir doch Kaffee für alle Frauen und Mädchen an unserem Stand an, auch wenn sie „nur“ als Begleitung ihrer Männer mitkamen und nicht selbst sammelten. So mancher Sammlerfreund gab dann auch seine nicht sammelnde Gattin bei uns ab; hinter dem Rücken mancher Dame wurde mit Gesten signalisiert: „Tolle Idee, Danke!“

Fast durchgehend waren die Sitzplätze belegt, an allen drei Tagen wurden viele nette und informative Gespräche bei vielen Tassen Kaffee geführt. Zahlreiche sammelnde Frauen kamen zu uns, nicht nur graukopferte, sondern auch jüngere, oft auch mit dem Nachwuchs, worüber wir auch gern die Fachpresse – DBZ und Briefmarkenspiegel – informierten.

Außerdem konnten wir etliche Vereinsmitglieder begrüßen, darunter die Leipziger Grafikerin Grit Fiedler, die die letzten beiden Sondermarken der damaligen DDR (100. Todestag Heinrich Schliemann) gestaltet hatte und heute immer wieder für die deutsche Post tätig ist; am letzten Messetag gab sie eine Signierstunde. Frau Gudula Uebber, die Leiterin Ausstellungswesen beim Landesverband NRW, erklärte bei einer Führung speziell für Frauen mit großem Wissen und Geschick ausgewählte Exponate der Ausstellung.

Fazit: Die Schar der Briefmarken sammelnden Frauen und Mädchen wächst, jedoch kann und muss noch eine Menge getan werden. Jede von uns kann dazu beitragen, dass sammelnde Frauen keine Exoten mehr sind.

Wir haben uns über alle BesucherInnen sehr gefreut und sagen „Dankeschön“. So nehmen wir uns vor: 2013 sieht man sich in Essen wieder!

Christine van Ratingen